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In den 20iger Jahren wurde am schönen Möser See
eine neue Reichsbahn Ortschaft gegründet. Aus dem Bauernhof
"Möser" entstand der
Industrieort Kirchmöser, bekannt
durch eine der größten Lokomotivfahrschulen Deutschlands.
Luftbildaufnahme
Kirchmösers aus den 20iger Jahren
Der
Schüler Fritz Hasenpusch war Sportler
(Geräte-Turner) und wurde im Jahr 1925 nach Kirchmöser
verschlagen. Er suchte Anschluss an einen Sportverein, den er 1926
auch im "Arbeiter Turn- und Sportbund" in Kirchmöser,
in einer Schülerriege, fand.
Ältere
Sportfreunde waren im Begriff eine Wassersport-Sparte
aufzubauen. Dort wurde dann auch das Interesse am Kanu-Sport geweckt.
Bis 1928 wurde dann, nach vielen Arbeitsstunden und Spenden vom
nicht viel vorhandenen Taschengeld, das Bootshaus
von 28 Mitgliedern errichtet.
Da
man auch einen Namen als Sportverein haben musste, entschieden sie
sich bei der Einweihungsfeier für "Freie
Wasserfahrer Kirchmöser" Sparte Kanu im Arbeiter
Turn- und Sportbund.
Nun
entwickelte sich ein reges Treiben in den Reihen der "Neu Wassersportler".
Angefangen vom Kanurennsport über Wasserwandern bis hin zum
Camping. Die Mitgliederzahlen stiegen in ganz kurzer Zeit auf über
100 Personen. Natürlich wurden auch die geselligen Veranstaltungen,
bedingt durch die gestiegenen Mitgliederzahlen, viel "geselliger".
Aber das wichtigste:
Kanurennsport war in Kirchmöser und
Umgebung zu einem Begriff geworden.
Im
Jahr 1933 versuchten die Nazis das Bootshaus zu zerstören,
wurden aber von mutigen Sportlern abgewehrt. Da mit der Machtergreifung
Hitlers die demokratischen Formen zerschlagen wurden, wurde
der Arbeiterverein verboten und das Bootshaus zwangsenteignet. Die
Gemeinde Kirchmöser erhielt das Besitzrecht. Die Boote durften
im Bootshaus verbleiben, es musste aber eine Pacht von 100 RM p.
Monat an die Gemeinde abgeführt werden. Durch den "Reichsportführer"
wurde ein Vorstandsgremium aus Nazis eingesetzt und ein neuer Verein
gebildet:
"Wassersportverein Kirchmöser
e.V."
(in Genthin gerichtlich eingetragen)
Am
10. Juli 1945 kehrt Fritz Hasenpusch vom Krieg heim. Die
Russische Armee nutzte das Bootshaus als Lagerraum. Zwei Jugendliche
und ein Soldat fingen an es auszumisten. Es wurden immer mehr die
sich einreihten, alte Sportler und die Jugend, egal ob männlich
oder weiblich. Viele Boote, die herrenlos im See umhertrieben wurden
noch im Juli 1945 geborgen. Der Kanurennsport
im Kirchmöser in der russischen Besatzungszone war
geboren. Da die Ausübung des Wassersports von den Russen verboten
war, war es ein sehr schwerer Neuanfang.
| 1947 |
Ostzonen
Regatta Land Brandenburg und Land Sachsen Anhalt in Wusterwitz |
| 1948 |
Regatta
in Kirchmöser am Seegarten
Landesmeisterschaft Land Brandenburg |
| 1949 |
Die
Kanuten treten geschlossen (mit vielen DDR-Meistern) der BSG
Lok Kirchmöser bei. |
| 1950 |
Fritz
Hasenpusch
wird 1.Vorsitzender des Fachausschuss Kanu der Sportvereinigung
Lokomotive mit 52 Kanusektionen der DDR. |
Ich hoffe demnächst diese Seite fortsetzen zu können,
aber wie man vermuten kann,
ist es nicht gerade einfach an das Material zu kommen.
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